Kompetenzen der Bonner Allianz

Politik- und praxisrelevante Forschung zur Nachhaltigkeit, die im Dialog von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik stattfindet und sich vom lokalen Kontext bis auf die globale Ebene erstreckt, braucht gut vernetzte Expert*innen in verschiedenen Bereichen.

Die Partnerinstitutionen der Bonner Allianz bringen Kompetenzen in grundlegender und angewander Forschung, Politikberatung und Kooperation mit der Wirtschaft mit. Themenstellungen in der Nachhaltigkeit stoßen auf die Perspektiven von Forscher*innen aus Sozial-, Natur-, Geistes- und Technikwissenschaften mit diversen Regionalkompetenzen von Afrika über Europa und Asien bis Lateinamerika.

BICC Logo

Das BICC (Bonn International Centre for Conflict Studies) wurde 1994 mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) gegründet und befasst sich mit globalen Themen der Friedens- und Konfliktforschung. Als außeruniversitärer Think Tank mit einem internationalen Mitarbeitendenstab forscht das Zentrum anwendungsorientiert und transdisziplinär; auf dieser Grundlage leistet es Politikberatung sowie Beiträge zu öffentlichen Debatten.

Für eine globale Nachhaltigkeit sind Schaffung und Bewahrung von Frieden zwingende Voraussetzung; das „Leaving no one behind“-Credo der UN Agenda 2030 braucht auch Lösungen für Menschen in Konflikt- und Krisensituationen.

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Das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) mit Sitz in der UN-Stadt Bonn zählt weltweit zu den führenden Think Tanks und Forschungseinrichtungen zu Fragen globaler Entwicklung und internationaler Kooperation. Das interdisziplinär ausgerichtete Institut vereint Forschung, Beratung und Ausbildung. Das DIE bildet eine Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis und befasst sich verstärkt mit Governance-Fragen, die für die Umsetzung von Nachhaltigkeit maßgeblich sind.

H-BRS-logo

Als Hochschule für angewandte Wissenschaften ist die H-BRS, gegründet 1995, intensiv in der praxisnahen Forschung aktiv. Dabei verfügen Professorinnen und Professoren über Erfahrungen aus Wissenschaft und Wirtschaft. Zusätzlich forscht die Hochschule umfänglich in Kooperation mit der regionalen und überregionalen Wirtschaft und hat dazu das Zentrum für Angewandte Forschung gegründet, in dem sich Firmen für Forschungsfragen an der Hochschule einmieten können. Eine hervorragende technische Infrastruktur und gut ausgestattete Labore sind an der H-BRS selbstverständlich. 

Als Kompetenzstruktur für Nachhaltigkeit vertritt das IZNE die H-BRS in der Bonner Allianz.

Das Internationale Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) ist eine interdisziplinäre wissenschaftliche Einrichtung und setzt sich in den Bereichen Lehre, Forschung und Transfer auch unter Berücksichtigung der SDGs (Sustainable Development Goals) der UN für eine nachhaltige Entwicklung und verantwortungsvolles gesellschaftliches Handeln ein. Durch die praxisorientierte Ausrichtung will das IZNE nachhaltige Reform-, Innovations- und Veränderungsprozesse anstoßen oder begleiten.

UNU-EHS-logo

Die Universität der Vereinten Nationen (UNU) ist der akademische Arm der Vereinten Nationen und fungiert als globaler Think Tank. Die Mission des Instituts für Umwelt und menschliche Sicherheit (UNU-EHS) besteht in der Durchführung von Spitzenforschung zu Risiken und Anpassungen im Zusammenhang mit Umweltgefahren und globalem Wandel. Das Institut forscht zur Reduzierung dieser Risiken, wobei das Zusammenspiel von Umwelt und gesellschaftlichen Faktoren berücksichtigt wird. Die Mensch-Umwelt-Beziehung ist entscheidend für die Nachhaltigkeitsforschung.

UniBonn-logo

Die Universität Bonn zählt mit rund 35.000 Studierenden, 6.000 Promovierenden, 550 Professuren und 6.000 Beschäftigten zu den größten traditionsreichen und forschungsstärksten Universitäten in Deutschland. Sie ist eine von elf deutschen Exzellenzuniversitäten, die einzige mit sechs Exzellenzclustern.

Disziplinenübergreifende Wissenschaft ist der Universität ein besonderes Anliegen, um grundlegende Beiträge zu wichtigen wissenschaftlichen, technologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen zu leisten. Entlang von sechs transdisziplinären Forschungsbereichen ist ein reichhaltiges Themenspektrum von Modellierung und Materie über Leben und Gesundheit bis hin zu Beiträgen zu einer nachhaltigen Zukunft organisiert. Letzteres ist Thema der TRA6: Innovation und Technologie für eine nachhaltige Zukunft.

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Innovation und Technologie für eine nachhaltige Zukunft (TRA-6)

Nachhaltigkeit bedeutet, Ressourcen so zu nutzen, dass heutige Bedürfnisse gedeckt werden, ohne die zukünftiger Generationen zu vernachlässigen oder gar zu missachten. Das wirft viele Fragen in ganz unterschiedlichen Bereichen auf. Armut, Hunger, Nahrungsmittelsicherheit, Demographischer Wandel, Gesundheit, Umweltschutz, Klimawandel und der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen stellen uns vor Probleme.

01 Logo ZEF_Englisch_Blau

Das Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) ist ein Institut der Universität Bonn. Es begann seine Forschungsaktivitäten im Jahr 1997 mit dem Ziel, wissenschaftlich fundierte Lösungen für entwicklungsbezogene Fragen finden. Die ZEF-Abteilungen zu wirtschaftlichem und technologischem Wandel, politischem und kulturellem Wandel sowie Ökologie und Management natürlicher Ressourcen sind inter- und transdisziplinär ausgerichtet und inter- und betreiben transdisziplinäre Forschung in, für und mit aufstrebenden Volkswirtschaften. Mit dem ZEF verbinden sich die Perspektiven der Entwicklungsforschung mit dem Diskurs um globale Nachhaltigkeit.

Expertise für den strategischen Ausbau der Nachhaltigkeitsforschung in Richtung „Mobilität und Migration“

Die heutige Gesellschaft ist durch zunehmende Mobilität und Migration gekennzeichnet. Klassische Faktoren wie Konflikte, ökonomische Triebkräfte, Katastrophen und in Zukunft vermutlich klimabedingte Umweltveränderungen sind weiterhin vorherrschend. Darüber hinaus wird die Mobilität mit der Diversifizierung des normalen Arbeitslebens zunehmen. Zudem stellen der wissenschaftliche und technologische Fortschritt, der gesellschaftliche Ordnungen grundlegend beeinflusst und dem Menschen neue Möglichkeiten der räumlichen und sozialen Mobilität bietet, diese Mobilität vor entscheidende neue Herausforderungen. Die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen diesen verschiedenen Dimensionen der Mobilität sind bisher kaum Gegenstand der Nachhaltigkeitsforschung gewesen, und die Bonner Allianz beabsichtigt, mit der Verknüpfung dieses wichtigen Themas einen Beitrag zum heutigen Nachhaltigkeitsdiskurs zu leisten.