Arbeitsgruppe „Alternative Sustainabilities“

Die Arbeitsgruppe „Alternative Sustainabilities“ vereint Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen, die im Bereich Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung (im weitesten Sinne) arbeiten. Sie ist aus der TRA 6 und der Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung hervorgegangen und an der Universität Bonn verankert. Die AG ist ausdrücklich offen für eine vielfältige interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Personen aus allen Sektoren und (Forschungs-)Institutionen.

Ziel der AG ist es, sog. „alternative“ Praktiken, Ansätze, Konzepte und Verständnisse, Strategien und Initiativen der Nachhaltigkeit zu identifizieren, zusammenzuführen und zu analysieren. „Alternativ“ meint hier Arten und Weisen die aktuellen ökologischen, sozialen und ökonomischen Krisen auf eine Weise zu bewältigen, die in den aktuellen Mainstream-Nachhaltigkeitsdiskursen und -programmen (noch) nicht enthalten sind. Sie können Aufschluss geben über andere Perspektiven auf bzw. Umgangsarten mit gelebter Realität, die auf übergeordneter Ebene Wissen für nachhaltige Entwicklung und Empfehlungen für Aktion in der Praxis oder Politiken bereichern können. 

Die Einbindung dieser alternativen Ansätze in die Wissenschaft hat so zum Ziel, bestehende Gedankengebäude und Methoden einer kritischen Prüfung zu unterziehen entlang der Frage, inwiefern unsere konzeptionellen Instrumentarien bereits „alternativen Nachhaltigkeiten“ theoretisieren können und inwiefern entlang neuer Kategorien Theorien weiterentwickelt werden können oder auch neue Ansätze geschaffen werden können und müssen. Hier ist der interdisziplinäre Dialog maßgeblich. Langfristig wird uns dies ermöglichen, ein breiteres Spektrum an gelebten Realitäten in unsere Forschung und Lehre einzubeziehen. Während die meisten Kolleg*innen in der AG einen sozialwissenschaftlichen Hintergrund haben, soll der Ausbau des interdisziplinären Dialogs insbesondere auch Kolleg*innen aus den Natur- und Lebenswissenschaften einbinden. „Alternative“ Ansätze zur Nachhaltigkeit sollen insbesondere im Dialog mit Kolleg*innen aus Wissenschaft und Praxis im Globalen Süden erörtert werden, um von dort aus Nachhaltigkeit und ihre Umsetzung in glokalen Kontexten kritisch neu zu überdenken. Viele Kolleg*innen, die in der AG bereits mitwirken, haben hier belastbare Kooperationen, die wir in die AG einbinden möchten. In diesem Sinne heißen wir auch die SDG-Fellows der Universität Bonn, die sich für unsere Gruppe interessieren, herzlich willkommen. Während ihres Aufenthalts können sie temporär mit uns zusammenarbeiten, gerne mit Blick auf Verstetigung über den Forschungsaufenthalt hinaus.

 

Über den akademischen Bereich hinaus wollen wir die Arbeit an umfassenderen Nachhaltigkeitsagenden informieren und unterstützen und globale Partnerschaften für nachhaltige Entwicklung stärken. Den Dialog zwischen Wissenschaft und Politik zu stärken gehört hier zu unseren zentralen Anliegen. Dazu gehört auch, dass wir uns auf Forschung konzentrieren, die potenziell in die Politik einfließen kann, und dass wir nicht-akademische Akteur*innen in unsere Arbeitsgruppe einbeziehen, um gemeinsam Fragen, Projekte und Ergebnisse zu entwickeln.

Konkrete Aktivitäten der AG umfassen Vorträge zu aktuellen Themen und Projekten von Arbeitsgruppenmitgliedern, um die Sichtbarkeit des Themas in Fachkreisen zu erhöhen, sowie Workshops zur Vertiefung ausgewählter Themen. Die AG trifft sich in regelmäßigen Sitzungen, die zum Informationsaustausch und zur Planung konkreter Formate dienen, die in kleineren Untergruppen weiter organisiert werden. An dieser Arbeitsgruppe sind mehr als 30 Wissenschaftler*innen verschiedener Institute der Universität Bonn und weiterer Einrichtungen in Bonn beteiligt, darunter das Institut für Orient- und Asienwissenschaften (IOA), das Geographische Institut, das Interdisziplinäre Lateinamerika-Zentrum (ILZ), die Geschäftsstelle der Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung, das Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF), Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE), die Universität der Vereinten Nationen, Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit (UNU-EHS).

Weiterführende Informationen

VERANSTALTUNGEN DER AG ALTERNATIVE SUSTAINABILITIES
in der Programmlinie 
„Sustainability – Looking beyond 2030“

Aktivitäten

WORKSHOP (tbd; in Planung)
„Cultures and contexts in and of sustainability: Scaling up and down between local and global levels“
in Kooperation mit der Arbeitsgruppe „Alternative Sustainabilities“

ONLINE-UMFRAGE (bis 24. Oktober 2021)
„Alternative Sustainabilities“

Kontakt

Universität Bonn, Institut für Orient- und Asienwissenschaften, Abteilung für Südostasienwissenschaft

Associate Project Manager, Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen (UNU-EHS)

Contact

Geschäftsführerin, Bonner Allianz für Nachhaltigkeitsforschung